Geschichte der Privatklinik Wehrle

Im Ersten Weltkrieg kam Dr. Viktor Wehrle Senior, selbst verwundet, als Leiter des damaligen Truppenspitals, nach Salzburg. Nach Ende des Krieges war er als Oberarzt im Landeskrankenhaus tätig, in den 20er Jahren auch in eigener Praxis.

Auf Grund der steigenden Zahl an Patienten und der Komplexität von Operationen, verstärkte sich zusehends sein Wunsch nach einem eigenen Haus, in dem er die ganzheitliche Behandlung seiner Patienten forcieren konnte. So wurde unter Planung des Architekten Deininger bereits im Jahre 1926 mit dem Bau des damaligen Sanatoriums Wehrle begonnen. Bereits ein Jahr später, 1927, konnte das Sanatorium, das damals nur aus dem vorderen, villenartigen Trakt bestand,  feierlich eröffnet werden.

Weitere drei Jahre später, erfolgte der Zubau hinaus zur Lasserstrasse, um ein Verbindungsstück zwischen dieser und der Haydnstrasse zu schaffen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Privatklinik Wehrle zwar nicht direkt von Bomben zerstört, aber auf Grund der verheerenden Zerstörung rund um den Bahnhof in der Nähe, wurde auch sie stark in Mitleidenschaft gezogen. Aus diesem Grund musste die Klinik bis 1944 geschlossen werden und ging erst wieder 1948 in voller Kapazität in Betrieb.

Im Jahr 1960 verstarb der Gründervater, Dr. Wehrle, und es folgten schwere Jahre für die Klinik. Erst als 1967 der Sohn, Dr. Wehrle Junior, als frisch gebackener Facharzt für Chirurgie seinem Vater als neuer Leiter der Klinik nachfolgte, konnte an den Erfolg vor Kriegsbeginn angeknüpft werden.

Die Klinik erfuhr unter seiner Schirmherrschaft sogar derart Zuspruch, dass auf Grund von akutem Bettenmangel der 3.Stock, der bis dato nur zur Hälfte ausgebaut war, fertig gestellt wurde.

Mit dem Ausbau des OP-Traktes in den 70er Jahren hatte die Privatklinik Wehrle schließlich ihre heutige Größe erreicht.

Laufende kleine Veränderungen und Verbesserungen lassen die Patienten und Mitarbeiter aber nach wie vor spüren, dass seit 1927 folgendes Motto gilt:

Der Mensch im Mittelpunkt!